1962 DER LAENGSTE TAG
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Torrent description
Sprache : deutsch / englisch
Audio: DD 2.0
Film : schwarz weiss
6.Juni 1944 - Im frhen Morgengrauen erreichen die ersten alliierten Landungsboote die von den
Deutschen besetzte Normandie. Hunderte von amerikanischen, britischen und auch franzsischen
Soldaten strmen ber die verminten und unter Beschuss liegenden Strnde landeinwrts. 250 000
sollen ihnen in den nchsten vierundzwanzig Stunden noch folgen - und fr sie wird es "Der lngste
Tag" ihres Lebens.
Wer bei dieser Szene an "Der Soldat James Ryan" denkt, liegt absolut richtig, denn beide Filme
behandeln dieselbe Hauptthematik - nmlich den Sturmangriff der Alliierten auf Hitlers Atlantikwall.
Verglichen mit der unvergesslichen Erffnungssequenz von "Der Soldat James Ryan" wirkt die
Darstellung der alliierten Landung in der Normandie aus "Der lngste Tag" heute recht nchtern, doch
bezglich der Nachempfindung der Ereignisse, die zu jener epochalen Schlacht fhrten, wird
Spielbergs Film um Lngen bertroffen. Whrend der Sturm der Normandie-Strnde bei ihm nmlich "nur"
die hochdramatische Erffnung fr die eigentliche Story war, dreht sich "Der lngste Tag" einzig um
jenen Angriff und versucht auf gerechte Weise die Hintergrnde und Strategien der einzelnen Parteien
aufzudecken und darzustellen.
Zu Beginn stehen in erster Linie zwei alliierte Truppenverbnde im Mittelpunkt: Erstens eine
Fallschirmjgerstaffel unter der Fhrung des amerikanischen Colonels Vandervoort, die im
Landesinneren bereits vor der eigentlichen Invasion die Stadt Sainte-Mere Eglise einnehmen soll,
durch welche die deutschen Versorgungs- und Nachschubwege fhren, und zweitens eine weitere Truppe,
angefhrt vom britischen Major Howards, die zeitgleich versucht eine ebenso strategisch wichtige
Brcke zu erobern und zu halten. Whrend dieser Auftrag erfolgreich erfllt wird, kommt es bei
Colonel Vandervoorts Einsatz zur schlimmstmglichen Katastrophe: Die Fallschirmjger verfehlen ihre
Absprungzonen teilweise um mehrere Meilen; landen entweder in den entlegensten Sumpfgebieten oder
sogar in Sainte-Mere Eglise selbst, wo die wenigsten berhaupt lebend den Boden berhren, da sie
vorher bereits in der Luft erschossen werden. Whrend dort immer noch Kmpfe toben und der
franzsische Widerstand bereits mit unzhligen Sabotageakten in das Geschehen eingreift, treffen an
den Strnden der Normandie die ersten Landungsboote der Alliierten ein. Diese Nachricht lst in der
deutschen Kommandozentrale Panik aus. Man rechnete nicht mit einer Invasion in der weit entfernten
Normandie, sondern eher am Pas de Calle, wohin die Alliierten in den letzten Monaten wieder und
wieder Erkundungsflugzeuge entsandten - Ablenkungsmanver, wie man nun verbittert feststellt.
Verzweifelt versucht man den Widerstand an den Strnden zu verstrken, doch alle Panzerdivisionen
befinden sich am Pas de Calle und niemand wagt es, dem Fhrer darber Bericht zu erstatten. Die
Situation ist ausweglos, doch auch die Alliierten verzeichnen Verluste von tausenden Soldaten.
Beide Kriegsparteien, sowohl die Deutschen als auch die Alliierten, werden hier berraschend gerecht
behandelt und gleichwertig dargestellt, so dass man stets als objektiver Betrachter an den
Geschehnissen teilnehmen kann, und nicht durch die typischen Gut-Bse-Schemata, wie sie letztendlich
auch bei "Der Soldat James Ryan" zum Einsatz kamen, die Sichtweise der einen Seite aufgedrckt
bekommt. So verzichtet man auch absichtlich auf allzu przise Figurenzeichnung und komplexe
Charaktere, um nicht zu viele Sympathien auf sie zu lenken und auf diesem Weg Einfluss auf den
Zuschauer und dessen Einstellung zu den jeweiligen Parteien zu nehmen.
Dadurch ist es in diesem Fall tatschlich ein Vorteil, derart viele bekannte Stars versammelt zu
haben (unter anderem John Wayne, Sean Connery, Henry Fonda, Robert Mitchum, Richard Burton und Gerd
Frbe), da ihr Wiedererkennungswert eine ausfhrliche Einfhrung der Figuren ersetzt und in dem
komplexen Personen-Wirrwarr wertvolle Orientierungshilfe bietet. Ein wenig irritierend ist
allerdings die berzeichnung einzelner Helden, insbesondere (und sicher nicht zufllig) durch den
damals wohl bekanntesten amerikanischen Schauspieler John Wayne.
Zudem muss man sagen, dass es durch die ambitionierte Konstruktion des Films in drei
Handlungsstrnge - den Kriegsparteien entsprechend von jeweils einem amerikanischen, britischen und
deutschen Film-Team realisiert - dem Plot selbst ein wenig an Tiefe mangelt, doch die historische
Dimension der Ereignisse ist derart prsent, dass sie den Zuschauer zu binden vermag, wo die
einzelnen Schauspieler nicht genug Gelegenheit dazu haben. Auch einige der komischen Passagen,
offenbar zur Auflockerung eingestreut, wirken teilweise etwas deplaziert. Doch trotz kleiner
knstlerischer Schwchen ist "Der lngste Tag" insgesamt ein herausragendes Werk, und bis heute die
umfangreichste filmische Darstellung dieses zentralen Ereignisses des Zweiten Weltkriegs.